Foto: GVH

Der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) ist einer der ältesten Verkehrsverbünde Deutschlands. 1970 gegründet, feiert er in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Und er ist dabei, sich zu einem modernen Mobilitäts-Dienstleister zu entwickeln. Der GVH setzt auf ein einfaches und klar verständliches Tarifsystem, auf abgestimmte Fahrpläne und Anschlüsse der Verkehrsunternehmen, auf Fahrgastinfos aus einem Guss und auf umweltbewusste Mobilität.

Moderner, digitaler: Für mehr nachhaltige Mobilität

Der Großraum-Verkehr Hannover will mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel motivieren. „Der GVH wird noch moderner und digitaler – von Angeboten in der neuen GVH-App bis zum bargeldlosen Bezahlen “, gibt Ulf-Birger Franz, GVH-Geschäftsführer und Verkehrsdezernent der Region Hannover, die Richtung vor.

Die überarbeitete App bietet in Kürze weitere Funktionen. Der Kauf von Fahrkarten wird erweitert und einfacher als bisher. „Wir werden insgesamt anwenderfreundlicher“, sagt Franz.

Ab Herbst sind in der GVH App neben Einzel- und Tageskarten auch personalisierte Monatskarten, 6er-Karten und zum Beispiel die Jugendnetzkarte erhältlich Die Anwendungen in der GVH-App werden für mobile Geräte vereinfacht und die Handhabung an vielen Stellen intuitiver. Außerdem gibt es eine personalisierte Startseite. Gezahlt werden kann künftig auch mit Apple Pay oder Google Pay. Praktisch: Über die „Bring-mich-nach“-Funktion wird sofort eine Verbindung zum gespeicherten Favoritenort aufgerufen. Mit einem Klick gelangen Kunden zu den Apps der Kooperationspartner stadtmobil Carsharing und Hallo Taxi.

Die modernisierte GVH-App bietet Anwendern zahlreiche Neuerungen. Grafik: GVH

Kompletter Mobilitätsanbieter für unkomplizierten Nahverkehr

Der unkomplizierte Wechsel zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln ist dem GVH wichtig: Zum Umsteigen vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr wurden rund 6.000 Park-&-Ride-Stellplätze in der Region Hannover eingerichtet. An einigen Stationen gibt es zudem abschließbare Fahrradgaragen. Die Regelungen zur Fahrradmitnahme wurden im vergangenen Jahr weitgehend vereinheitlicht. Viele Haltestellen und fast alle Fahrzeuge sind inzwischen barrierefrei. Moderne Fahrzeugflotten, die mehr und mehr auf klimaneutrale Antriebsarten ausgerichtet sind, tragen zum Schutz der Umwelt bei, Fahrgastfernsehen und W-LAN sorgen für Unterhaltung und Information während der Fahrt.

Seit 2019 sind die Regelungen zur Fahrradmitnahme vereinheitlicht worden. Achtung: Das Bild entstand vor der Corona-Pandemie. Foto: GVH

Mit solchen Innovationen bleibt der GVH seiner bisherigen Linie treu. Das Liniennetz wurde im Laufe der Jahrzehnte immer enger gesponnen, die Fahrpläne der Busse und Bahnen sind ideal aufeinander abgestimmt, für alle Fahrten innerhalb des GVH benötigen Fahrgäste nur einen Fahrschein.

Geburtsstunde des GVH war die Rote-Punkt-Aktion

Auf die Bedürfnisse der Nutzungsgruppen einzugehen, stand auch am Beginn der GVH-Geschichte vor 50 Jahren, als der Verbund im März 1970 aus der Taufe gehoben wurde. Anlass war die bundesweit bekannte Rote-Punkt-Aktion, ein Protest, der sich damals gegen die beabsichtigte Erhöhung der Fahrpreise richtete. Die Protestaktion der Bürgerinnen und Bürger gegen die damalige Verkehrspolitik führte letztlich zur Gründung des GVH, die für den öffentlichen Nahverkehr entscheidende Verbesserungen brachte.

Mit On-Demand-Pilotprojekt die Zukunft testen

Weitere innovative Projekte sind für 2021 geplant. Mit „Sprinti“ startet ein On-Demand-Pilotprojekt in den Kommunen Sehnde, der Wedemark und Springe. Per App angeforderte Kleinbusse werden Fahrgäste dann nahe der eigenen Haustür abholen und absetzen. „Wir müssen den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen, egal ob sie in der Landeshauptstadt oder im ländlicheren Umland wohnen, gerecht werden“, unterstreicht Franz.

Verlosungsaktion zum Jubiläum

Zum Jubiläum verlost der GVH im Rahmen der Medienkooperation „Hannover bewegt sich“ jetzt fünf Monatskarten für alle drei Zonen.

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