Unternehmen, die jetzt auf E-Mobilität setzen, sparen Geld und profitieren von Einstiegsförderungen. Aber bewähren sich E-Autos auch im Alltag? Und welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden? Zwei Unternehmenschefs aus Hannover berichten von ihrem Umstieg.

„Wir wollen als Betrieb unseren CO₂-Fußabdruck reduzieren“, sagt Jens Wemheuer, Geschäftsführer des IT-Unternehmens Infinitas mit Sitz in Hannovers Innenstadt. Daher hat er sich vor einem Jahr für den Umstieg von einem Benziner auf den Audi e-tron als Dienstwagen entschieden.

Darum sorgen E-Autos für Begeisterung

Von dem vollelektrischen Fahrzeug ist er nach wie vor begeistert. „Der Wagen lässt sich problemlos in den Alltag integrieren und es macht großen Spaß, ihn zu fahren. Es ist ein entspanntes Dahingleiten.“ Dabei waren die Voraussetzungen, die er für seinen Umstieg auf E-Mobilität schaffen musste, relativ gering. „Ich habe an meinem Haus eine Wallbox zum Laden installiert. Das war alles.“

E-Mobilität im Alltag: Einkaufen und Auto laden

Den Audi e-tron nutzt der Chef von rund 30 Mitarbeitern hauptsächlich für kürzere Strecken durch die City sowie für Fahrten zum Betrieb und zu Kunden. „Dabei reicht es, wenn ich das Auto einmal in der Woche an der Wallbox lade“, berichtet er. Zusätzlich gebe es in der Innenstadt von Hannover genügend Lademöglichkeiten. „Da viele Supermärkte mittlerweile Ladesäulen haben, kann man einkaufen und währenddessen bequem sein Auto betanken.“

Jens Wemheuer, Geschäftsführer des IT-Unternehmens Infi nitas, ist vor einem Jahr auf den Audi e-tron umgestiegen – und ist begeistert.

Nutzt den Audi e-tron vor allem für kürzere Strecken durch Hannovers Innenstadt: Jens Wemheuer, Geschäftsführer des IT-Unternehmens Infinitas.

So punkten Arbeitgeber mit E-Autos

Gelegentlich nutzt Wemheuer den Wagen auch für Langstreckenfahrten. „Dabei mache ich etwa alle drei Stunden einen Stopp von 20 Minuten und der Wagen ist wieder geladen“, sagt er. Der Umstieg hat die Attraktivität des Unternehmens Infinitas auch für Mitarbeiter erhöht. „Wir können uns so als moderner und nachhaltiger Arbeitgeber präsentieren und in puncto Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen.“ Nach Wemheuers Umstieg auf den Audi e-tron haben sich vier weitere Mitarbeiter für ein Hybridfahrzeug als Dienstwagen entschieden. „Es besteht aber ein hohes Interesse daran, diese langfristig auch durch E-Fahrzeuge zu ersetzen“, sagt der Unternehmenschef.

Diese Fördergen für E-Mobilität sind für Firmen interessant

Ein zusätzlicher Anreiz: Mit Elektrofahrzeugen können Betriebe Geld sparen. Bis 2025 fördert die Bundesregierung den Umstieg mit einer Kaufprämie von bis zu 9000 Euro. Zusätzlich gibt es steuerliche Vorteile. Muss die Privatnutzung von Verbrennern monatlich mit einem Prozent des Bruttolistenpreises versteuert werden, sind es bei Elektro-Dienstwagen nur noch 0,25 Prozent. Außerdem entfällt für zehn Jahre die Kfz-Steuer. Auch Parkgebühren entfallen. Denn in Hannover parken Autos mit E-Kennzeichen kostenlos.

Langstrecken mit Elektrofahrzeug richtig planen

Stefan Pralle, Geschäftsführer der Pralle Spedition und der Pralle Logistik GmbH, nutzt den Audi e-tron auch für längere Strecken auf der Autobahn. „Je nach Distanz der Langstrecke oder der eigenen Fahrweise muss man im Vergleich zum Verbrenner sicherlich noch eine zusätzliche Ladepause berücksichtigen, doch in Verbindung mit dem vorhandenen Planungstool empfinde ich die Langstreckenfahrt als absolut entspannend und alltagstauglich“, berichtet er.

Audi e-tron berechnet Ladestopps automatisch

„Dank des Audi connect-Systems, das nicht nur permanent Informationen zum Ladezustand und zu der elektrischen Reichweite liefert, sondern auch eine automatische Routenplanung inklusive Ladestopps anzeigt, bietet der Audi e-tron sehr gute Voraussetzungen für Langstrecken.“ Pralle ist bereits vor zwei Jahren auf den Audi e-tron als Dienstwagen umgestiegen. „Ich habe mich für ein rein elektrisches Fahrzeug entschieden, weil ich die neue Technologie von Anfang an unterstützen und erste Erfahrungen sammeln wollte.“

Stefan Pralle, Geschäftsführer der Pralle Spedition und der Pralle Logistik GmbH, nutzt den Audi e-tron seit zwei Jahren vor allem

Stefan Pralle, Geschäftsführer der Pralle Spedition und der Pralle Logistik GmbH, nutzt den Audi e-tron seit zwei Jahren vor allem für Langstrecken.

Ladekosten per Stromrechnung im Blick behalten

Den Wagen nutzt Pralle unter anderem für Fahrten zu weiteren Unternehmensstandorten und zu Kunden im gesamten Norden. Insgesamt fährt er rund 1500 Kilometer im Monat. „Ich bin mit dem Audi e-tron sehr zufrieden, er passt perfekt zu meinen Bedürfnissen“, sagt Pralle. Zum Laden nutzt der Speditionschef eine firmeneigene Ladesäule am Hauptsitz des Betriebs in Langenhagen, die er vor seinem Umstieg installieren ließ. Die Kosten dafür rechnet er einfach über die Stromrechnung ab. Unterwegs nutzt Pralle öffentliche Ladesäulen –
für Gewerbekunden bietet Audi ein spezielles Bezahlsystem: „Über den e-tron Charging Service kann ich bequem mit einer Ladekarte zahlen und erhalte dann eine monatliche Abrechnung.“ Die Anschaffung einer privaten Wallbox war für ihn bisher nicht notwendig.

Per Kilometer-Leasing bleiben Kosten für E-Mobilität kalkulierbar

Als Finanzierungsart hat er sich für das Kilometer-Leasing entschieden. „Als Unternehmer besitze ich somit eine klare Kalkulationsgröße über die Laufzeit und vermeide darüber hinaus mögliche Verwertungsrisiken.“ Mittlerweile hat Pralle zwei weitere Dienstwagen durch Elektro-Autos und einen durch ein Hybrid-Fahrzeug ersetzt. Nach und nach will der Unternehmer alle der 15 firmeneigenen Pkws auf voll- oder teilelektrischen Antrieb umstellen.

Fotos: © Nick Neufeld (4)