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Wer das erste Mal ein E-Auto fährt, ist begeistert: so leise, so spurstark, so nachhaltig, so viel Freude am Fahren. Geeignet praktisch für alle Strecken, die im Alltag mit dem Auto zu erledigen sind. Denn die Reichweiten, die Autofahrer in Deutschland im Schnitt täglich zurücklegen, erzielen E-Autos spielend leicht.

Das zeigen auch die jüngsten Untersuchungen. So analysierte das Versicherungsunternehmen HUK Coburg im August 2018 die Nutzung von mehr als 35.000 Pkw, die von Januar bis August des Jahres rund 273 Millionen Kilometer zurücklegten. Ergebnis: Etwas weniger als die Hälfte der Autos fuhr an keinem Tag mehr als 250 Kilometer – eine Strecke, die ein E-Auto schon zu dieser Zeit ohne Nachladen bewältigen konnte; heute sind dank fortschreitender Technologie bereits 300 Kilometer Reichweite laut Automobilclub ADAC der Standard.

Die Reichweite passt

Und was ist mit den anderen 53 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer? Sie fuhren laut HUK an mindestens einem Tag des Untersuchungszeitraums weiter als 250 Kilometer, doch lag der Anteil dieser Fahrten bei lediglich einem Prozent. Weite Fahrten sind also die Ausnahme, selbst im ländlichen Raum.

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So lang ist die durchschnittliche maximale Tagesstrecke, die Autofahrer und Nutzer von Öffis zurücklegen.

Das stellten 2019 auch die Wissenschaftler in der Studie „Mobilität in Deutschland“ des Bundesverkehrsministeriums fest. Demnach lag die durchschnittlich mit Auto oder Öffis zurückgelegte Tagesstrecke selbst auf dem Land bei maximal 52 Kilometern pro Tag. „Die Reichweiten, die meine Kunden täglich im Durchschnitt zurücklegen, lassen sich mit E-Autos leicht fahren“, sagt dazu auch Olaf Bock, Vertriebsleiter Verkauf Neuwagen vom Audi Zentrum Hannover. „Mit Reichweiten von über 400 Kilometer sind unseren neuen Volkswagen ID Modelle bereits jetzt absolut alltagstauglich.“, sagt auch Sven Wagner, Vertriebsleiter VW Automobile Hannover. Abgesehen von den ganz wenigen Vielfahrern spielt das Thema für die meisten Autonutzer daher keine Rolle im Fahralltag. „Die Strecken sind in der Praxis so kurz, dass Nutzer nicht einmal in die Nähe der maximalen Reichweite kommen“, erklärt dazu Olaf Bock vom Audi Zentrum Hannover.

Günstiger als Benziner

Diese Erfahrung hat auch Carsten Rensen gemacht. Der 46-jährige Hannoveraner legt rund 20.000 Kilometer jährlich im Auto zurück. Er kaufte sich zunächst einen kleinen E-Flitzer, dann eine elektrische Limousine. „Ich habe gemerkt, dass ich mit dem E-Auto Kurz- und Langstrecke gleichermaßen fahren kann“, erklärt Rensen. Dabei spielen auch die Unterhaltskosten eine Rolle. „Die E-Autos sind jeweils rund ein Drittel günstiger als Benziner“, hat Rensen ausgerechnet.

„Ich finde immer einen Ladepunkt: an der Sharing-Ladesäule von enercity, die ich mir mit anderen Nutzern teile, am Supermarkt, an öffentlichen Straßen. Und diese Punkte nutze ich: mal zum Vollladen, mal zum Teilladen. Das geht so leicht nebenher, dass es mir gar nicht mehr auffällt“, erklärt er. Gleichwohl müsse die Ladeinfrastruktur mit der wachsenden E-Motorisierung Schritt halten und sukzessive ausgebaut werden.

Alle Infos zum Ladesäulen-Sharing von Enercity

Ladepunkte leicht zu finden

Beim Laden nutzen E-Autofahrer wie Carsten Rensen Websites und Apps wie Plugsurfing.com: Dort lässt sich einsehen, wo sich die nächsten, noch nicht belegten Ladepunkte befinden. Bundesweit sind viele davon halböffentlich und bieten die Möglichkeit, Laden und Parken bequem miteinander zu verbinden. Rund 1000 Ladepunkte im öffentlichen, halb öffentlichen und privaten Raum hat Enercity insgesamt schon mit Schwerpunkt auf Hannover und der Region installiert, sodass Fahrerinnen und Fahrer eines E-Autos komfortabel den passenden freien Ladepunkt finden.

Bequem erreichbar: Fahrer von E-Autos finden in und um Hannover schon ein gut ausgebautes Netz an Ladesäulen. Weitere sollen folgen.

Gesetz regelt Anspruch auf Ladesäule

Dazu kommt die Lademöglichkeit vor der eigenen Wohnung. Ist sie nicht vorhanden, haben Wohnungseigentümer und Mieter künftig einen gesetzlichen Anspruch, in der Tiefgarage oder auf dem Grundstück eine Ladesäule installieren zu lassen. Für Privatleute besteht zudem die Möglichkeit, die Erzeugung von Sonnenstrom mit dem Laden des eigenen E-Autos zu kombinieren.

„Wir können mit unserer Komplettlösung die PV-Anlage über einen Speicher individuell einstellen, sodass das E-Auto primär über die Sonne aufgeladen wird“, erklärt Tim Bennecke vom Team Elektromobilität des Energiedienstleisters Enercity.

Das Unternehmen bietet diese Lösung für die Koppelung von PV-Anlage und Ladeeinrichtung schon länger an und übernimmt dessen Realisierung im Kundenauftrag. „Zudem haben wir jetzt ein Pilotprojekt, mit dem die Nachrüstung praktisch aller bestehenden PV- Anlagen auch ohne integrierten Speicher möglich ist“, so Bennecke.