Foto: JuliaBaumgartPhotography

„So stelle ich mir Hannover und die Mobilität in der Stadt vor, wenn wir klimaneutral werden …“

„Als überzeugter Radfahrer und Fußgänger kann ich allen Autofahrern die Angst vor dem Verlust der Freiheit nehmen. Das Gegenteil wird passieren: Sie werden sich freier fühlen. Hannover ist die Stadt der kurzen Wege. Etwas mehr frische Luft und Bewegung schaden nicht. Wir sehen uns im Grünen!“

Fotohinweis: Maike HelbigOli Perau alias Juliano Rossi, Musiker
Foto: Maike Helbig

„Ich sehe eine lebendige Großstadt mit einer belebten Innenstadt, die für alle Menschen schnell und gut erreichbar ist: zum Arbeiten, zum Einkaufen, zum Essengehen, für Kultur und Freizeit, aber auch für Lieferungen und Handwerker. Dafür wünscht sich die niedersächsische Wirtschaft keine Sperrungen und Verbote. Die Industrie kann gute Ideen und kluge Innovationen liefern, vielleicht sogar als Vorbild für andere Städte, mit neuen Technologien wie Elektromobilität oder Wasserstoffantrieb. Auf jeden Fall stelle ich mir Hannover noch schöner und lebenswerter vor.“

Fotohinweis: Unternehmerverband NiedersachsenDr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN)
Foto: Unternehmerverband Niedersachsen

„Ich bin überzeugt, dass wir nur mit radikalen Schritten eine Mobilitätswende schaffen – Vorbilder können dabei Brüssel mit seiner komplett verkehrsberuhigten Innenstadt oder Pontevedra (Spanien) mit der autofreien Innenstadt sein. Dafür bedarf es Durchhaltevermögen bei Kritik, kostenlosem und besserem Nahverkehr und wesentlich breiteren Wegen für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen –  ich freue mich, wenn ich meinem Kind in wenigen Jahren in der City erzählen kann, dass hier früher überall noch Autos gefahren sind.“

Fotohinweis: Simona BednarekNinia LaGrande, Moderatorin, Autorin und Slam-Poetin
Foto: Simona Bednarek

„Ich würde mir wünschen, dass generell alle Konzerttickets als Ticket für die Üstra gelten und alle Studierenden eine weitere Person mit ihrem Semesterticket im ÖPNV mitnehmen können. Außerdem schließe ich mich allen Forderungen von Fridays for Future für die Verkehrswende an –  etwa, dass bis zum Jahr 2030 alle Verbrennungsmotoren aus der Umweltzone verbannt und bedarfsgerecht so durch den ÖPNV ersetzt werden, dass niemandem ein Nachteil entsteht.“

Carlotta Truman, Sängerin
Foto: privat

„Die Menschen legen ihre Wege zum größten Teil zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurück. Neben einem gut ausgebauten und vernetzten ÖPNV gibt es in allen Kommunen der Region Hannover ein ausreichendes Angebote an Carsharing und Leih(lasten)rädern, sodass auf die meisten privaten Pkw verzichtet werden kann. Dadurch wird viel weniger Parkfläche benötigt, die frei werdende Verkehrsfläche steht für breite, begrünte Geh- und Radwege zur Verfügung, auf denen alle – vom Kleinkind bis zur Seniorin – sicher unterwegs sein können.“

Fotohinweis: privatAnnette Teuber, Vorstand ADFC Region Hannover e. V.
Foto: privat

„Durch intelligentes Mobilitätsmanagement, durch effektive und effiziente Maßnahmen steigt die Lebensqualität in unserer Stadt weiter an. Für die optimale Nutzung unserer Wohn-, Arbeits- und Verkehrsräume geben wir gemeinsam Impulse und gestalten respektvoll unsere Zukunft. Die wachsenden Herausforderungen nehmen wir als Chance an und erkennen die Verantwortung für das Miteinander.“

Fotohinweis: privatStefanie Eichel, Geschäftsführerin von eichels: Event
Foto: privat

„Wenn wir klimaneutral werden, stelle ich mir Hannover und die Mobilität unserer Stadt mit einem öffentlichen Personennahverkehr vor, der zum einen preislich attraktiver ist, aber auch über ein weiter ausgebautes Streckennetz für Bus und Bahn verfügt. Damit können mehr Menschen als bisher, insbesondere aus dem Umland, umweltbewusster und in schnellerer Taktung ihr Ziel besser erreichen. Zudem sollte für eine umweltfreundlichere Stadt die Fahrradinfrastruktur ausgebaut werden und eine Stärkung der E-Mobilität mit mehr Schnell-Ladestationen und ausgewiesenen E-Parkplätze gefördert werden.“

Fotohinweis: Florian PetrowAndré Breitenreiter, Bundesliga-Trainer (u. a. ehemals Hannover 96 und Schalke 04)
Foto: Florian Petrow

„Weniger Verkehr, durch mehr Homeoffice, mehr Videokonferenzen und mehr Zeit auf dem eigenen Balkon oder im Garten.  Zudem anderer Verkehr mit mehr Fahrrädern, Lastenrädern und Radschnellwegen, mehr ÖPNV und gute Bahnverbindungen.  Und außerdem wünschen wir uns kaum Autos in der Innenstadt, insgesamt weniger Autos, möglichst klimaneutrale Autos und Tempo 30 in allen Wohngebieten.“

Fotohinweis: privatScientistsForFuture Regionalgruppe Hannover,
Foto: privat

„Ich würde mich freuen, wenn wir eine autofreie Innenstadt bekämen. Es wäre großartig, das Gefühl zu haben, dass jeden Tag eine Art Fête de la Musique in unserer Stadt ist – nur mit den verschiedensten Spielarten der Kunst und Kultur. Grünflächen, Bäume und feste Bühnen – ein weiterer Schritt in Richtung Kulturhauptstadt. Für alle Kinder wäre es wunderbar, wenn die Gefahr, die von den Autos ausgeht, minimiert wäre und sie gefahrlos mit dem Rad durch die Stadt fahren könnten.“

Fotohinweis: Mirko PoloSpax, Rapper
Foto: Mirko Polo

„Grundsätzlich wird in der Stadt dem Fahrrad Vorfahrt eingeräumt. Radschnellwege haben zwei Spuren – für S-Pedelecs und die langsameren Fahrradfahrer, die Fahrradwege sind räumlich von Autofahrbahnen getrennt. Es gibt Angebote, E-Lastenräder zu teilen.“

Fotohinweis: JuliaBaumgartPhotographyMargot Käßmann, Theologin und Pfarrerin
Foto: JuliaBaumgartPhotography

„Die Bedingungen für den öffentlichen Nahverkehr, für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen werden nach und nach verbessert, sodass immer mehr Hannoveraner*innen zu Fuß gehen oder Rad, Bus oder Bahn fahren. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs wird für alle Fahrgäste gratis, es entstehen keine neuen Pkw-Parkplätze, Parkhäuser werden abgebaut, Systeme wie Stadtteilauto werden gefördert. Ich stelle mir die künftige Mobilität in der Stadt mit möglichst wenigen Verboten vor. Private mobile Vehikel wird es sicher weiterhin geben. Parkplatzangebote vor den Toren der Stadt müssen erweitert und Transportsysteme (Menschen und Waren) für den Weg in die Innenstadt ausgebaut werden.“

Fotohinweis: Johann GeilsIngo Siegner, Kinderbuchautor
Foto: Johann Geils

„Klimaneutrale Städte sind ein absolut notwendiger Schritt für das Klima, aber auch ein Geschenk an uns für mehr Miteinander und Gesundheit. Statt stinkender Autos und enorm viel Parkfläche kann es an den Stellen wundervolle öffentliche grüne Plätze geben, weitläufige Fußwege und Highways für Radfahrer. Carsharing und der öffentliche Nahverkehr würden komplett elektrisch werden und Tickets wären im Idealfall umsonst. Begrünte Fassaden und Dächer würden das Klima und uns aufleben lassen.“

Fotohinweis: Carsten Witte bzw. Marc TheisFranziska Stünkel, Filmregisseurin und Fotokünstlerin
Foto: Carsten Witte

„Wenn wir klimaneutral sind, dann haben wir es endlich geschafft, gemeinsam tolle, attraktive Angebote für all die unterschiedlichen Verkehrsarten zu entwickeln, die von den Bürgern lustvoll angenommen werden. Wir Hannoveraner haben einen Prozess der Transformation durchlebt, in dem wir gemeinsam miteinander gesprochen haben und nicht übereinander. Der gesamte Prozess der Transformation hat uns geeint und als Hannoveraner zusammenwachsen lassen. Wir haben jeden mitgenommen und niemanden zurückgelassen.“

Martin A. Prenzler, Geschäftsführer City-Gemeinschaft Hannover e.V.
Foto: City-Gemeinschaft Hannover e.V.